Sonntag, 19. März 2017

[Rezension] Sharj und der Feuerkristall

307 Seiten
13,99 €
Taschenbuch



Sharj und José untersuchen den Kompass, den der Elfenkönig Sloma ihnen geschenkt hat, und entdecken dabei einen verborgenen Mechanismus.
Wie durch Zauberei transportiert er sie in eine andere Welt: nach Luciera.
In Luciera herrscht, anders als der Name vermuten lässt, ewiges Dunkel. Hier leben Samira, Roma und Alma in großer Angst vor den Dajanen,
einem blutrünstigen Vampirvolk, und dessen schrecklichen Anführer Golob. – Wie ist es zu dieser Dunkelheit gekommen?
Wie können die Bewohner dort existieren und Nahrung finden? Können sie die Dajanen besiegen?
Sharj und José erleben wieder ein spannendes und gefährliches Abenteuer.
Doch auch auf der Erde ist einiges los: Josés Vater waltet seines Amtes als Tierarzt, Mona und Tina sind im Zeltlager.
Und Otto erprobt sein Gift – mit tödlichen Folgen?

Sharj und José sind noch ganz gefesselt von ihrem letzten Abenteuer bei den Elfen und Drachen. Vor allen Dingen der Kompass (ein Geschenk von Elfenkönig Sloma) stellt die beiden vor ein Rätsel. Was hat es mit diesem auf sich? Und wofür ist er von Nutzen?
Währenddessen müssen in einer anderen Welt Roma, Samira und Alma um ihr Leben kämpfen. Die Dajanen, ein angriffslustiges Vampirvolk, will die Menschen um ihr Blut bringen. 
Und plötzlich finden sich Sharj und José in dieser Welt voller Gefahren wieder. Es gilt ein großes Abenteuer zu bestreiten.

 Band 1 der Reihe habe ich zwar nicht gelesen, aber dank der guten Zusammenfassung am Anfang dieses Buches gab es für mich fast keine Wissenslücken. Ich konnte wunderbar mit diesem Buch starten und hatte nie das Gefühl etwas verpasst zu haben.
 Vor der Zusammenfassung erwarten den Leser allerdings noch wunderschön skizzierte Charakterbildchen. So hatte ich gleich von Beginn an eine gute Vorstellung wie die Charaktere aussehen. Auch vor den meisten Kapiteln gibt es ein Bild, das einen Teil dieses Kapitels darstellt. Zudem möchte ich in diesem Zusammenhang sagen, dass ich das Cover sehr ansprechend finde. Es passt perfekt zur Geschichte und den restlichen Bildern. 

 Sharj ist ein Waisenkind und lebt daher bei einer Pflegefamilie. Sie war mir durchaus sympathisch. Sharj ist ein liebenswürdiges Mädchen und ahnt keineswegs, dass ihre Pflegeeltern ihr etwas Böses wollen. Diese sind nämlich hinter dem angeblich großen Erbe von Sharj her. 
Sharj verbindet eine besondere Beziehung zu José. Aufgrund ihres ersten Abenteuers sind die beiden noch enger aneinander gerückt.
Auch José hat die Veränderung zwischen Sharj und sich selbst gespürt und ist leicht nervös, als Sharj bei ihm übernachten soll. Dennoch freut er sich auch schon sehr die Zeit mit ihr zu verbringen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt. Die Hauptgeschichte dreht sich um Sharj und José sowie Roma, Samira und Alma. Zudem tauchen wir auch in die Gedanken von Sharjs Pflegeeltern und deren Tochter Mona, sowie Josés Eltern und Monas Freundin Tina ein.

Der Plot hat mir wirklich gut gefallen. Ich fand es spannend, dass die Geschichte sowohl in unserer Welt als auch in einer weit entfernten Welt, namens Luciera, spielt. Etwas verwirrend fand ich es allerdings, dass wir auch die Gedanken von Josés Eltern oder von Mona und Tina mitverfolgen konnten. Für den eigentlichen Verlauf der Geschichte sind diese nicht wirklich nötig
Mein größter Minuspunkt ist allerdings der Schreibstil. Es tut mir leid dies so sagen zu müssen, aber der Schreibstil wirkte für mich eher amateurhaft. Manche Sätze und Textpassagen wirkten holprig und störten meinen Lesefluss.
 
Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.
Auf der einen Seite gibt es viele interessante Ideen und zwei verschiedene Welten zu bestaunen. Der Plot ist spannend und unterhaltsam und die gemalten Bilder werten das Buch ungemein auf.
Auf der anderen Seite haben wir da den eher hölzern wirkenden Schreibstil, der mich leider doch das ein oder andere Mal in meinem Lesefluss gestört hat.
Daher gibt es von mir 3 von 5 Hörnchen.



Reihe
1. Sharj und das Wasser des Lebens
2. Sharj und der Feuerkristall
3. ?

Vielen Dank an Literaturtest für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.  

Kommentare :

  1. Huhu Sandralein, <3

    warum bist du denn mit Band 2 eingestiegen und hast den ersten nicht davor gelesen?

    Die Geschichte klingt ja ganz nett, auch wenn sie dich natürlich aus gutem Grund nicht so sehr packen konnte. Für mich ist das Buch bzw. die Reihe auch nicht unbedingt etwas.

    Liebe Grüße,
    Ally

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    1. Huhu Allylein, <3

      mir wurde der zweite Band als Rezi-Ex angeboten und die Aussage war, dass man Band 1 vorher nicht gelesen haben muss. So war es dann auch. Durch die tolle Zusammenfassung fühlte ich mich gut aufgehoben.
      Ja, ich denke auch, dass die Reihe nicht wirklich etwas für dich ist.

      Liebe Grüße
      Sandra

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  2. Hallo Hörnchen,
    ich habe das Buch auch als Rezi-Exemplar besprochen. Mir war vorher nicht klar, dass es ein Kinderbuch ist. Da muss man anders bewerten als wäre es ein Jugend- oder Erwachsenenroman. Z.B. den Schreibstil, über den ich auch gestolpert bin. Ich glaube, es las sich so hölzern, weil es fast nur Hauptsätze waren. Keine Ahnung, ob man das so macht, wenn man für Kinder schreibt; ich hab leider keine und meine eigene Leser-Anfängerzeit liegt weit zurück.
    Mich persönlich hat eher das Frauenbild gestört. Z.B. hat Sharj (die mir an sich total sympathisch war) wenn wir ehrlich sind, doch nicht viel zur Handlung beigetragen; und die anderen Frauen fand ich auch teilweise zu Männer-anhimmelnd.
    Dass die Charaktere etwas klischeehaft waren, liegt vermutlich auch am Genre Kinderbuch. Müsste man mal gucken, wie Kinder in dem Alter das sehen. Kenne leider keine Kinder in dem Alter, die auf diese Art Buch stehen. :)

    Meine Rezi findest du bei Interesse hier: http://buchvogel.blogspot.de/2017/03/sharj-und-der-feuerkristall-von-audrey.html

    Grüße
    Daniela

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    1. Liebe Daniela,

      ich hätte es eher als Jugend- denn als Kinderbuch angesehen. Die Themen sind ja doch schon eher etwas für die älteren Kinder. Hast du es jetzt aufgrund des lesens soo herausgezogen, dass es ein Kinderbuch ist? Oder stand dies irgendwo?
      Ich habe hier ein paar meiner alten Kinderbücher stehen und da ist der Schreibstil (leider) um Längen besser als in diesem Buch.
      Das mit den Frauen ist mir gar nicht so aufgefallen. Nur bei der Pflegemutter. Sie wirkte in meinen Augen doch sehr abhängig von ihrem Ehemann.

      Liebe Grüße
      Sandra

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    2. Hallo Sandra,
      beim Lesen dachte ich auch zuerst, aufgrund des Themas, an ca. 12-jährige Kinder/Jugendliche. Aufgrund des Schreibstils und der doch eher flachen Charakterbeschreibungen (Pflegeeltern) hab ich mich im Verlauf des Buchs nach unten korrigiert und dachte an ca. 8-jährige Kinder.
      Amazon gibt an: empfohlen für Altersklasse 8-12.
      Meine alten Kinderbücher sind bei meinen Eltern, vielleicht zieh ich die mal raus und guck, wie die geschrieben waren. Fantasy und Abenteuer hab ich erst ca. mit 11/12 angefangen zu lesen; Wolfgang Hohlbein waren da die ersten Bücher. Mit 8 hab ich Hanni&Nanni und Sachen in dieser Richtung gelesen. Ich mein aber, dass da die Sätze doch mehr Abwechslung boten, aber sicher bin ich mir nicht.
      Ja, war schade; als mir der Verlag die Rezi angeboten hat, hab ich nicht gewusst, dass es ein Kinderbuch ist. Die Handlung klang nicht danach. Wobei es ja auch "Kinderbücher" gibt, die nur so gelabelt sind und dennoch auch Erwachsene faszinieren, Harry Potter bspw.
      Ich würde die Geschichte gerne in einer etwas überarbeiteten Fassung lesen, vielleicht gibt die Autorin ja mal eine "Erwachsenenausgabe" heraus. Denn die Welt, die sie da erdacht hat, hätte noch so viel Potential, finde ich.
      Gruß
      Daniela

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    3. P.S.: Ich folge dir jetzt :)

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    4. Ah ok, das wirft natürlich wirklich ein anderes Licht auf das Buch. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass ein Kinderbuch dennoch etwas besser vom Schreibstil her sein sollte als dieses hier.
      Wow, da hast du dich ja gleich in jungen Jahren an eine ordentliche Hausnummer rangewagt. Wolfgang Hohlbein ist ja nicht unbedingt leichte Kost. Ich mochte aber vor allen Dingen seine Anders-Reihe sehr gerne. Hast du diese auch schon gelesen?
      Ich war eher der Dolly-Fan, auch wenn ich Hanni und Nanni auch ab und an gelesen habe.
      Harry Potter würde ich zwar eher als Jugendbuch sehen, aber ich weiß was du meinst :-) Ich lese z.B. furchtbar gerne die Kinderbücher von Cornelia Funke wie die wilden Hühner oder zwei wilde kleine Hexen.

      Liebe Grüße
      Sandra

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  3. Huhu Sandra,
    ich hatte auch schon überlegt, ob ich das Buch anfrage. Allerdings hatte ich diesen Monat schon so viel zu lesen und habe mich daher dagegenentschieden. Wenn ich so deine Rezension lese, hört es sich aber nach einer sehr schönen Geschichte an. Besonders die Zeichnungen interessieren mich sehr. Ich mag sowas bei Büchern ja. Schade, dass der Schreibstil dir die Geschichte ein wenig vermiest hat.

    Dennoch eine sehr schöne Rezension, die neugierig auf das Buch macht :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hey liebe Tanja,

      die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Leider hat der Schreibstil für mich sehr viel kaputt gemacht :-( Weiß also nicht so wirklich, ob ich es dir empfehlen soll. Die Zeichnungen sind aber wirklich richtig schön. Das sollte es in Büchern öfter geben :-)

      Liebe Grüße
      Sandra

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    2. Hallo Sandra,
      so etwas ähnliches habe ich bei David Safiers Traumprinz erlebt. Der Schreibstil war nicht schlecht, aber der Humor war mir teilweise zu flach. Die Zeichnungen waren aber so genial, dass ich gar nicht wüsste, ob ich es jetzt schon allein deswegen weiterempfehlen würde.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

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    3. Hallo Tanja,

      ist manchmal schon komisch. Genau, wegen der Aufmachung des Buches würde ich es auch weiterempfehlen.

      Ganz liebe Grüße
      Sandra

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  4. Hallo liebe Sandra,

    nun, wenn der Schreibstil einen nicht abholen kann dann die Geschichte noch so gut sein. Ich hatte leider auch schon Bücher, die von der Idee und Umsetzung an sich wirklich gut waren welche mich aber durch den Schreibstil total genervt haben. Wenn ich mich nicht darauf einlassen kann, dann macht es einfach keinen Spaß zu lesen. Sehr schade.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hey liebe Ruby,

      ja sowas ist wirklich immer schade. Aber da bin ich ja froh, dass es mir nicht nur alleine so geht. :-)

      Liebe Grüße
      Sandra

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