Freitag, 17. März 2017

[Rezension] Infernale 2 - Rhapsodie in Schwarz

 Loewe 
384 Seiten
18,95 € / 14,99 €
Hardcover / eBook



Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los ...

Davy, Sean, Gil und Sabine konnten aus Mount Haven fliehen und befinden sich nun an der Grenze zu Mexiko. Bei der Überquerung des Flusses in Richtung Mexiko werden sie jedoch entdeckt und auseinander gerissen. Als Davy aufwacht sind ihre Freunde verschwunden und ein Junge namens Caden steht vor ihr. Er bringt sie zum Versteck einer Widerstandsgruppe. Doch Davy will nur eins, so schnell wie möglich zu ihren Freunden zurück.

Der Einstieg in das Buch fiel mir extrem schwer. Es gibt fast gar keine Rückblenden auf die Geschehnisse aus Band 1 und so kamen meine Erinnerungen erst nach und nach wieder. Auch ist der Beginn der Geschichte eher ruhig. Die Autorin legt sehr viel Wert darauf dem Leser Davys Zerrissenheit und ihr Innenleben näher zu bringen. Auf der einen Seite fand ich es gut, dass Davy sich Gedanken darüber macht, dass sie einen Mann erschossen hat. Auf der anderen Seite war es zu viel Leiden und Selbstzweifel, so dass die eigentliche Geschichte nicht wirklich vorankommt.

Wie schon erwähnt ist Davy in diesem Band sehr viel am Grübeln. Sie sieht sich selbst kaum noch als Mensch, sondern viel mehr als Träger und somit als ein Monster. Dies hat mit der Zeit doch arg an meinen Nerven gezerrt. Ich hätte mir gewünscht, dass Davy ab einem gewissen Punkt ihre Zweifel hinter sich lässt und nach vorne blickt. 
Caden ist ein netter Typ und schafft es so ein wenig Davy aus ihrem Loch zu ziehen. Man merkt schnell, dass er deutliches Interesse an Davy hat. Diese muss sich allerdings erst mal über ihre Gefühle gegenüber Sean klar werden.

Wie ihr vielleicht schon merkt, hat mir das Buch nicht ganz so zugesagt. Die genauen Gründe werde ich euch jetzt erklären, dazu muss ich aber ein wenig spoilern.
*Spoiler Anfang* 
Ich fand es furchtbar schade, dass Sean, Gil und Sabine nur am Anfang und am Ende der Geschichte auftauchen. Sie haben in Band 1 (gerade Sean) ja eine nicht ganz unerhebliche Rolle gespielt. Zudem fand ich es nicht so gut, dass fast die gesamte Story nur im Bunker der Widerstandsgruppe spielt. 
Auch fand ich es etwas dürftig, dass wir nur anhand von Zeitungsartikeln und Co. über den Widerstand und die Veränderungen die in den USA vorgehen etwas erfahren.
Das Ende fand ich nicht wirklich gelungen. Wieso müssen unbedingt Sean und Sabine zusammenkommen? Dies war für mich einfach zu gewollt auf ein Happy-happy-happy-End hingesteuert.
*Spoiler Ende*

Gut gefallen haben mir die Zeitungsartikel, Fernsehberichte und Co. am Ende eines jeden Kapitels. Dennoch hätte ich mir (wie im Spoilerbereich beschrieben) gewünscht, dass wir mehr über den Widerstand und die Rebellion erfahren.
Das Ende an sich ist stimmig, konnte mich aber nicht wirklich vom Hocker hauen.        

Ein schwieriger Abschluss der Dilogie. Die Geschichte ging für mich nicht wirklich voran, da wir sehr stark an Davys Innenleben und ihren Selbstzweifeln dran teilnehmen. Warum mir das Buch zudem nicht so gut gefallen hat erfahrt ihr im Spoilerbereich.
3 von 5 Hörnchen.




Reihe
1. Infernale (Rezi)
2. Infernale - Rhapsodie in Schwarz

Kommentare :

  1. Hi!

    Das sehen wir ja ganz ähnlich - leider. Ich hatte mir da auch defintiv mehr erwartet, vor allem zum Hintergrundthema, das ja wirklich spannend ist. Schade, dass es wieder mal "nur" um die Beziehungskiste ging.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hey Aleshanee,

      nach Band 1 konnte man auch sehr viel mehr erwarten. Und mit dem Hintergrundthema sind wir uns zu 100% einig. Echt schade wie viel aus dieser grandiosen Idee gemacht wurde :-(

      Liebe Grüße
      Sandra

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  2. Hallo Lieblings-Sandra <3,

    ich finde es schade, dass der Abschlußband nicht so gut geworden ist, wie der 1. Band. Lesen möchte ich diesen aber trotzdem, allerdings hat das Buch zur Zeit keine so hohe Priorität bei mir.

    Auch bin ich gespannt, wie Ally´s Meinung dazu ausfällt und ich weiß jetzt gerade gar nicht, ob Laura es schon gelesen hat.

    Drück dich und bis ganz bald *freu* :*
    Uwe

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    1. Hey Lieblings-Uwe, <3

      hast du das Buch schon? Laura hat es noch nicht gelesen, aber ich meine zumindest schon auf ihrem SuB. Auf die Meinungen der beiden bin ich schon sehr gespannt!
      Ich bin wirklich total enttäuscht und hoffe sehr, dass es euch anders ergehen wird. Wobei wir mal wieder beim Thema Hype-Buch wären ;-)

      Drück dich ganz fest zurück und bis wirklich ganz bald :-*
      Sandra

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  3. Huhu Sandra-Schatz,

    ich habe Infernale 2 gestern noch beendet und auch meine Rezi schon soweit geschrieben (überarbeiten muss ich sie allerdings noch). Gar nicht so leicht ohne zu spoilern, ich habe die von dir erwähnten Kritikpunkte aber auch genannt. Ich hätte mir auch noch viel mehr von der Grundgeschichte gewünscht. Allerdings fand ich es gut, dass sich die Liebesgeschichte bzw. Davys Gefühle geändert haben, weil das einfach nicht so typisch Schema F war. Mehr von Sean, Gil und Sabine hätte ich mir aber auch sehr gefallen.

    Drück dich,
    Ally

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    1. Hallo Ally-Maus, <3

      dann warte ich schon gespannt auf deine Rezi. Denn ich bin doch sehr neugierig, wie viele Flügel es von dir bekommen hat. Ich tippe mal auf 4 ;-)
      Ja, es war mega schwierig nicht zu spoilern, also habe ich den Spoilertext eingebaut. Sonst hätte ich meine Kritikpunkte nicht so rüberbringen können.
      Die Änderung in der Liebesgeschichte fand ich auch nicht verkehrt. Allerdings lag mir der Fokus viel zu sehr auf der LG und der eigentliche Kampf ging total unter. Alles wurde nur am Rande erwähnt. Echt schade :-(

      Liebe Grüße
      Sandra

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